Wurzelspitzenresektion
Eine Wurzelspitzenresektion ist ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung der Wurzelspitze eines entzündeten Zahns. Dabei wird die Wurzelspitze um einige Millimeter gekürzt und das entzündete Gewebe entfernt. Empfehlenswert ist zusätzlich eine retrograde Wurzelfüllung, bei der die gekürzte Wurzelspitze von oben mit Füllungsmaterial abgedeckt wird. Hierzu wird mit Mikroinstrumenten ein Zugang geschaffen, um die neu geformte Wurzelspitze sorgfältig zu versiegeln.
Wann ist eine Wurzelspitzenresektion sinnvoll?
Eine Wurzelspitzenresektion wird unter anderem durchgeführt, wenn:
• eine Entzündung trotz erneuter Wurzelkanalbehandlung bestehen bleibt
• der Verdacht auf eine Zyste besteht
• eine Wurzelfraktur vorliegt
• die Wurzelkanäle stark gekrümmt sind
• überstopftes Wurzelfüllungsmaterial entfernt werden muss
Erfolgswahrscheinlichkeit
Dank moderner Behandlungsmethoden liegt die Erfolgsrate einer Wurzelspitzenresektion bei etwa 90 % im Frontzahnbereich und zwischen 70 und 80 % im Seitenzahnbereich. Voraussetzung für den langfristigen Erfolg ist eine gut durchgeführte Wurzelkanalbehandlung. Falls diese unzureichend ist, muss sie vor der WSR wiederholt werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Betäubung & Behandlungsmöglichkeiten
Die Wurzelspitzenresektion kann in unserer Praxis unter örtlicher Betäubung, im intravenösen Dämmerschlaf oder auf Wunsch auch unter Vollnarkose durchgeführt werden.
Kostenübernahme durch die Krankenkasse
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Basis-WSR im Front- und Seitenzahnbereich, jedoch nur, wenn der Zahn als erhaltungswürdig eingestuft wird. Die retrograde Wurzelfüllung nach der Kürzung der Wurzelspitze wird nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
Da ein dichter Verschluss der Wurzelspitze entscheidend ist, um eine erneute Entzündung zu vermeiden, empfehlen wir die zusätzliche Abdichtung des Kanals. Die Kosten hierfür liegen zwischen 100 und 150 €.