Parodontits

Was ist Parodontitis?

Von einer Parodontitis (umgangssprachlich auch Parodontose genannt) spricht man bei einer bakteriellen Entzündung des Zahnfleisches und des Kieferknochens. Unbehandelt kann diese Entzündung zu Zahnverlust führen. Parodontale Erkrankungen verlaufen in der Regel chronisch und über viele Jahre hinweg. Daher ist eine konsequente und systematische Parodontitis-Behandlung essenziell.

Wie erkennt man eine Parodontitis?

In vielen Fällen verläuft eine Parodontitis schleichend und asymptomatisch, dennoch können folgende Begleiterscheinungen auftreten:

• Rotes, geschwollenes Zahnfleisch
• Bluten beim Zähneputzen
• Lockere Zähne
• Zahnfleischrückgang und freiliegende Zahnhälse

Rauchen als Risikofaktor

Nach heutigem Stand der Forschung ist neben genetischer Veranlagung insbesondere Rauchen ein entscheidender Risikofaktor für die Entstehung von Parodontitis – und vor allem vermeidbar.

Da Nikotinkonsum zu Veränderungen der Blutgefäße führt, treten Symptome wie Zahnfleischbluten bei Rauchern seltener oder gar nicht auf. Zudem kann eine Parodontitis jahrelang schmerzfrei verlaufen und wird daher bei Rauchern häufig erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert.

Behandlungsablauf

Schritt 1: Messung mit der PSI-Sonde

Mithilfe der PSI-Sonde (PSI steht für „Parodontal Screening Index“) bestimmen wir die Tiefe der Zahnfleischtaschen. Je tiefer die Sonde vordringen kann, desto dringender ist eine parodontale Behandlung erforderlich.

Schritt 2: Prophylaxe & Professionelle Zahnreinigung

Um den Entzündungszustand des Zahnhalteapparates zu reduzieren, führen wir eine professionelle Reinigung Ihrer Zähne und Ihres Zahnfleisches durch. Dabei entfernen wir schädliche Beläge in schwer zugänglichen Bereichen und beseitigen mithilfe eines Pulverstrahlgeräts Ablagerungen über dem Zahnfleischrand.

Schritt 3: Schonende Zahnfleischbehandlung

Bei der geschlossenen Parodontitistherapie reinigen wir die Zahnfleischtaschen unter lokaler Betäubung mit Handinstrumenten wie Scalern und Küretten und glätten die Zahnwurzeln.

Zusätzlich setzen wir Schall- bzw. Ultraschallinstrumente oder Laser ein, um die Zahnwurzeln von Konkrementen (mit Blut vermischter, verhärteter Zahnstein) zu befreien. Diese liegen oft unsichtbar in der Zahnfleischtasche und entstehen auf der Wurzeloberfläche.

Schritt 4: Chirurgische Therapie (bei schweren Fällen)

In besonders schweren Fällen können mikrochirurgische Maßnahmen erforderlich sein, um die Tiefenreinigung unter freier Sicht zu optimieren.

Schritt 5: Nachsorge

Für den langfristigen Erfolg einer Parodontitisbehandlung ist eine sorgfältige Nachsorge unverzichtbar. Daher bieten wir Ihnen regelmäßige Kontrolltermine an, die spezielle Parodontaltherapie-Nachkontrollen und professionelle Zahnreinigungen umfassen. So können eventuelle Entzündungen frühzeitig erkannt und gezielt behandelt werden.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Ein Behandlungsantrag muss vorab bei der gesetzlichen Krankenkasse eingereicht und genehmigt werden.

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